Wer kennt das nicht. Man weiß ganz genau was man lernen oder erledigen soll und plötzlich ist alles andere viel wichtiger als diese Aufgabe. Staubsaugen ist angesagt, die Wohnung glänzt förmlich. Das Auto wird nochmal geputzt. Die Unterlagen hat man lange nicht sortiert. Man findet also jede Menge anderer Beschäftigungen.

Daher gebe ich euch heute 3 Wege für den Beginn einer unliebsamen Aufgabe, die sich bei mir bewährt haben.

Weg 1 – 15 Minuten nichts tun!

Nichts leichter als das? Dann probiert es mal aus. Legt alle notwendigen Unterlagen vor euch auf dem Tisch ab und setzt euch davor. Nun bleibt einfach 15 Minuten sitzen und tut nichts. Zumindest körperlich. Beobachtet eure Gedanken und lasst diese einfach vorbei ziehen. Negative Gedanken a la „das brauchst du nicht, das kriegst du nicht hin“ usw. lasst ihr einfach weiter ziehen. Ohne Bewertung.

Selbst wenn ihr auf einmal anfangen wollt: warten! Solange die 15 Minuten nicht um sind, macht ihr gar nichts.

Weg 2 – Aufgabenzerlegung

Egal wie groß oder klein die Aufgabe ist: zerlegt diese noch weiter. Aus „Ich muss/will mich für die Prüfung X vorbereiten“ wird

  •  Zum Schrank mit Unterlagen gehen
  • Ordner mit den Lernunterlagen für Prüfung X holen
  • Ordner zum Tisch bringen
  • Seite 1 nehmen
  • usw.

Jede einzelne Aufgabe nimmt anschließend nicht mehr als 1 Minute ein. Es ist viel angenehmer mit einer ganz kleinen Aufgabe zu beginnen. Und wenn man erstmal im Arbeitsfluss ist, dann erscheint auch der nächste Schritt leicht und machbar.

Weg 3 – Nur 3 Minuten an der Aufgabe arbeiten

Was sind schon drei Minuten? Recht wenig. Stellt euch die Uhr für genau drei Minuten ein und arbeitet auch nur diese drei Minuten. Aber nur an dieser einen Aufgabe. Wenn das geklappt hat, dann probiert es mit 4 Minuten oder mit 2 x 3 Minuten. Steigerungen sind natürlich möglich.

Fazit

„Viele Wege führen nach Rom.“ Das Sprichwort ist sicherlich der Mehrheit bekannt. Mit Sicherheit gibt es noch jede Menge weiterer Möglichkeiten für den Anfang. Ich erhebe also keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Entscheidend ist, dass man irgendwann beginnt. Egal mit welcher Herangehensweise. Daher probiert, experimentiert, macht Fehler und lernt daraus.

Wie bewegt ihr euch zum Beginn?