Morgens steht man total motiviert auf und will an dem Tag was schaffen. Man setzt sich an seinen Arbeitstisch und will direkt loslegen. Plötzlich spürt man wie die Motivation immer mehr und mehr nachlässt. So schweift man eher in die Richtung ab sich die E-Mails anzuschauen oder geht den demotivierenden Gedanken nach. Schließlich kann man ja in dieser Zeit auch was anderes machen und das Lernen läuft schon nicht weg.

Kommt dir das Gefühl bekannt vor? Woran liegt das? Die Wahl des richtigen Lernortes ist ein wesentlicher Faktor für unseren Fortschritt. Unter anderem hängt von diesem ab wie gut wir beim Lernen voran kommen. Deshalb möchte ich 5 Tipps zur Wahl des richtigen Lernortes geben, auf die besonders geachtet werden sollte.

5 Tipps zum richtigen Lernort – Übersicht

Es gibt mit Sicherheit wesentlich mehr Tipps, jedoch sind diese 5 meiner Meinung nach die wesentlichen Faktoren. Wer diese beachtet, hat bereits einen großen Schritt getan und jede Menge gewonnen. Bevor ich auf die Punkte näher eingehe, gebe ich eine erste Übersicht:

  • Sauberkeit
  • Abgeschiedenheit
  • Licht
  • Ruhe
  • Ablenkung

Was beinhalten die einzelnen Punkte genau?

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Sauberkeit

Sauberkeit ist einer der wichtigsten, wenn nicht der wichtigste, Faktoren für eine produktive Lernumgebung. Auch wenn es häufig heißt „Das Genie überblickt das Chaos“ oder ähnliches, entsteht dennoch meistens das Gefühl einer Lustlosigkeit. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass mit einem unsauberen Arbeitstisch oder Lernort sich das innere Gefühl einschleicht ebenfalls mit einem unüberwindbaren Chaos in Form von Lernstoff anfangen zu müssen.

Ein sauberer Lernort verleitet hingegen auf eine nahezu magische Art dazu produktiv an das Lernen heran zu gehen. Dies schafft vor allem das Gefühl klarer und strukturierter Verhältnisse.

Jeder kann sich ja selbst die Frage stellen welcher von den auf den Bildern abgebildeten Lernorten eher bevorzugt wird. Und vor allem an welchem dieser Orte man selbst produktiver arbeiten würde. Interessant ist, dass beide Bilden das gleiche Zimmer darstellen.

Ein weiterer Vorteil ist die klare Strukturierung und somit ein schnelleres auffinden von weitergehenden Informationen. Es empfiehlt sich auch nach dem Lernen den Ort sauber zu verlassen. Selbst wenn man am nächsten Tag den gleichen Stoff weiter lernen möchte. Das hat unter anderem den Vorteil, dass wir das Gefühl entwickeln die Lerneinheit abgeschlossen zu haben und nicht noch am Abend dem Ganzen nachhängen. Schließlich braucht auch der Kopf Zeit um das Gelernte zu ordnen und zu verarbeiten.

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Abgeschiedenheit

Damit ist vor allem die Entfernung zu anderen Lernenden gemeint. Auch wenn es manchmal den Vorteil hat sich mit den „Mitleidenden“ über den schwierigen Stoff auszutauschen, so bringt es einen nicht voran. Stattdessen blockieren wir uns selbst in unserem Fortschritt.

Wenn man allerdings darauf angewiesen ist sich einen Lernort zu wählen, wo auch andere lernen, dann sollte man nach Möglichkeit nach einem Platz suchen an dem viele motivierte Menschen lernen. Diese sind nämlich auf ihren Lernstoff fixiert und spornen auf diese Art und Weise auch einen selbst zum Lernen an.

Licht

Licht lässt den Menschen aufgeschlossener und aktiver werden. Dies hat unter anderem mit unserem erlernten Verhalten bezüglich der Hell/Dunkel-Wechselwirkung zu tun. So haben wir es bereits als Kinder gelernt, dass die Dunkelheit ein Signal für das Schlafen ist.

Der eigene Lernort sollte vor allem bewusst so gewählt werden, dass eine gute Lichteinstrahlung bereits zu Anfang intensiv ist. Allerdings sollte man auch hier auf das eigene Gefühle vertrauen. Ist es zu hell bzw. in diesem Zusammenhang zu warm, so empfiehlt es sich einen anderen Ort zu suchen.

Ruhe

Ohrstöpsel, oder auch Oropax genannt, sind eine gute Erfindung. Das Gedächtnis nimmt bei tief gehender Konzentration das Gelernte besonders gut auf. Daher empfiehlt es sich die eigene Lernumgebung so zu wählen, dass zum einen keine äußeren aber auch keine inneren Faktoren einen vom Lernen abbringen.

Äußere Faktoren wären zum Beispiel eine Baustelle direkt vor dem Lernplatz. Aber auch das Sprechen anderer stellt hier einen äußeren Faktor dar.

Der stärkste innere Ruhstörerfaktor ist die eigene Stimme. Diese kommt sehr gerne dann zum Einsatz, wenn wir beobachten können, wie sich andere eine Entspannung oder eine Pause gönnen.

Ablenkung

Zur Ablenkung gehören viele Punkte. Je größer die Anzahl der Ablenkungsfaktoren ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir diesen nachgeben.

Handy ist einer der wichtigsten Störfaktoren. Dazu zählen neben dem eigenen Handy auch die Mobilfunkgeräte anderer Lernender. Tipp: Nach einem Ort schauen, wo Handys verboten sind.

Neben Handys sind aber auch Laptops und ihre Geräusche beim Tippen auf der Tastatur ein Faktor, der uns aus der Konzentration bringen kann. Hier helfen vor allem die besagten Ohrstöpsel.

Zudem verleitet auch das Internet zum Prüfen der E-Mails oder Chaten. Wenn der eigene Rechner nicht unbedingt notwendig ist zum Lernen, dann lohnt es sich diesen einfach auszuschalten. Man kann sich ja für gute Lernleistung eine Belohnung im Sinne von 10-15 Minuten surfen einplanen.

Wir neigen dazu bei jeder Bewegung aufzublicken und zu schauen, was sich bewegt hat. Dies hat evolutionäre Gründe, da wir ja nicht genau wissen ob von einer Bewegung eine Gefahr ausgeht. Daher sollte man bei der Wahl des Lernortes auf das „Besucheraufkommen“ achten. Wenn in dem Bereich viele Menschen durchgehen, sollte man sich lieber nach einem anderen Ort umschauen. Auch das setzen mit dem Gesicht zu Eingängen birgt keine Vorteile in sich.

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Fazit

Die Wahl des Lernortes sollte man nicht dem Zufall überlassen. Je besser die Lernumgebung ist, desto wahrscheinlicher ist auch der Lernerfolg.

Neben der Wahl des Lernortes spielen aber auch weitere Faktoren eine Rolle. Hier sei zum Beispiel die grundsätzliche Lernmotivation erwähnt.

Und wie entscheidest du dich für einen Lernort?