Es gibt viele Möglichkeiten um sich heutzutage fortzubilden. Neben Büchern boomt der Ebook-Markt und im Internet findet man sowieso alle Informationen. Und der eine oder andere hat sicherlich ebenfalls schon mal mit dem Gedanken gespielt, welches Medium das Non-Plus-Ultra fürs Lernen ist. Mir kam dieser Gedanke jedenfalls ziemlich oft in den Sinn. Daher greife ich in dem heutigen Beitrag das Thema auf und schreibe meine Sicht der Dinge auf.

Lernen mit Büchern in Papierform

Bücher sind sehr weit verbreitet und zählen nach meinem Gefühl weiterhin zu den Lieblingen der Bildungslandschaft. In diesen wird das Fachwissen sehr gut und in einer (meistens) sinnvollen Reihenfolge präsentiert. Zudem stellen Bücher heute noch immer das Experten-Statussymbol dar.

Der chronologische Aufbau des Wissens ist meiner Meinung nach der größte Vorteil von Büchern. Nach der Durcharbeitung eines guten Buches hat man meistens einen guten Überblick in dem Themenbereich. Zeitgleich wird der Inhalt des Buches auch von anderen Menschen vor der Veröffentlichung gelesen. Damit prüfen viele Augen aus unterschiedlichen Perspektiven den gleichen Inhalt.

Das vorherige Prüfen beinhaltet allerdings auch mehrere negative Aspekte. Zum einen hat der Verlag eine große Macht darüber ob das Wissen des Autors es wert ist, veröffentlicht zu werden. Nicht selten gibt es Geschichten von erfolgreichen Autoren zu hören, die vorher ohne Erfolg viele Verlage abgeklappert haben. Und ein weiterer Nachteil ist, dass das veröffentlichte Wissen bereits veraltet ist. Gerade das trifft in unserer schnelllebigen Gesellschaft die Internet-Trend-Bücher (z.B. Bücher über Social Media).

Lernen mit Ebooks

Die Ebooks sind noch gar nicht so lange verbreitet. Diese finden jedoch immer mehr und mehr Leser, da die Vorteile einfach auf der Hand liegen. Zum Einen, hat man nicht mehr etwas durch die Gegend zu schleppen. Zum Anderen können Ebooks heute sowohl auf dem Handy und auf allen möglichen Rechnern gelesen werden. Auch die Aktualität der Bücher dürfte kein Problem sein. Sobald Änderungen erscheinen, bindet man diese einfach in das Ebook ein und stellt die aktuelle Auflage rein.

Ein großer Nachteil ist, dass durch die Möglichkeiten der Ebook-Veröffentlichungen auch jede Menge Ebooks veröffentlicht werden, die normalerweise nie einen Absatzmarkt finden würden. Somit werden auch komplett unseriöse Informationen, oder gar falsche Informationen nach außen gegeben.

Lernen mit und im Internet

Im Internet findet man heutzutage dank Google alles! So zumindest die allgemeine These. Und an dieser These ist auch einiges dran. Ich selbst schaue natürlich auch zuerst im Netz, falls ich irgendeine Information brauche.

Aber auch im Internet ist die Qualität der Informationen ein großer Nachteil. Durch die umfangreichen und kostengünstigen Möglichkeiten Informationen zu verbreiten, wird auch hier vieles geschrieben, was evtl. nicht passt. Die Filterung der Informationen ist auch ein entscheidender Nachteil. Wenn jemand sich zum Beispiel mit der Suchmaschinenoptimierung nicht auskennt, dann wird er auch selten auf Platz 1 bei Google landen – auch wenn seine Informationen fachlich korrekt sind. Zudem geht oft viel Zeit für die Recherche nach Informationen und die Filterung dieser nach Relevanz drauf. Die Gefahr abzuschweifen, ist durch die Menge der Reize (andere interessante Themen) ebenfalls nicht unterschätzen.

Fazit

Für jeden der genannten Bereiche gibt es sowohl positive als auch negative Seiten. Ich selbst bin ein großer Liebhaber von Büchern, da diese meistens chronologisch aufgebaut sind und man auf diese Art und Weise dem Autor sehr gut folgen kann. Gerade wenn ich das Wissen langfristig abspeichern möchte, dann ist es sehr hilfreich den Text auch in der Hand zu halten. Abgesehen davon, dass gedruckte Texte schneller gelesen werden, bleiben diese auch besser hängen. Auch beim Genusslesen sollte die Macht des gedruckten Wortes nicht unterschätzt werden.

Wenn ich jedoch kurze Informationen haben möchte, dann greife ich direkt auf das Internet zu und belästige Wikipedia. Das geht schneller, als im Brockhaus zu blättern.

Ebooks missbrauche ich meistens, indem ich sie Ausdrucke – falls ich sie interessant finde. Das Lesen am Bildschirm finde ich etwas störend. Ich mag es eher Papier in den Händen zu halten. Durch das Lesen am Bildschirm werden auch die Augen zusätzlich belastet.

Somit hat jede Kategorie ihre Berechtigung. Die gesunde Mischung macht es. Oder wie seht ihr das? Womit arbeitet und lernt ihr lieber?