Wasser und Gehirndoping? Ganz genau! Besonders weil das Wasser ein natürlicher Bestandteil des Alltags ist, schenken wir diesem zu wenig Beachtung. Dabei beträgt der Wassergehalt eines Erwachsenen leicht über 60%, bei Babys sind es sogar 80%. Der Körper kann insgesamt etwa 4 Tage ohne Wasser überleben. Durst ist das erste Merkmal für eine geringe Wassermenge.

Dass das Wasser auch eine starke Auswirkung auf unsere geistige Leistung hat, lässt sich daraus folgern, dass unser Gehirn zu 80% aus Wasser besteht. So spiegelt sich zum Beispiel der Zustand des Wassermangels in den Kopfschmerzen. Aber was hat das jetzt mit dem Gehirndoping zu tun?

Gehirndoping mit Wasser – der Leistungsfaktor

Bei den Rosbacher Trinkstudien wurde ein Zusammenhang zwischen der Flüssigkeitsmenge und der Leistungsfähigkeit festgestellt. Die gesamte Studie bestand aus vier Teilen, so dass mehrere Erkenntnisse entstanden sind. Auf diese Erkenntnisse will ich hier näher eingehen.

Leistungsfähigkeit und Wassermenge

Bei dem ersten Test wurden 75 Medizinstudenten während ihrer Abiturzeit auf ihr Trinkverhalten und das Leistungsbild analysiert. So wurde festgestellt, dass die Abiturienten im Schnitt 2 Liter alkoholfreier Getränke zu sich genommen haben. Dabei haben alle Abiturienten mit einer besseren Leistung insgesamt 2,3 Liter über den Tag verteilt getrunken.

Dehydratation und die Auswirkungen

Im zweiten Test wurde eine bewusste Dehydratation hervorgerufen. Damit wollte man feststellen, welche Auswirkungen dieser Zustand mit sich bringt.

Die Folge war, dass die Studienteilnehmer zum einen über das eigene Wohlbefinden klagten, aber auch in der Leistungsfähigkeit nachließen. Die eigene Umwelt wurde uninteressant, die gesamte Informationsaufnahme und -verarbeitung sank. In Folge dessen sank auch die Fähigkeit des Lernens.

Dabei wurde aber auch festgestellt, dass Flüssigkeitsverluste von 2% des Körpergewichtes auch nach 24 Stunden nicht vollständig ausgeglichen werden konnten.

Wasser und die Aufmerksamkeit

Im dritten Test ging es darum festzustellen, wie sich das Trinkverhalten während des Unterrichts auswirkt. Dabei wurden knapp 180 Studenten in die Trinker und Nicht-Trinker Gruppen eingeteilt. Diese sollten während einer Lehrveranstaltung feststellen, wie sich das jeweilige Verhalten auf die eigene Leistungsfähigkeit auswirkt.

Während die Trinker-Gruppe eine konstante, teilweise auch steigernde, Leistungsfähigkeit verspürte, sah es bei der Nicht-Trinker-Gruppe nach kurzer Zeit anders aus. Am Ende der Lehrveranstaltung wurden die Lehrinhalte geprüft. Dabei wurde festgestellt, dass die Aufmerksamkeit bzw. der Wachzustand der Trinker viel höher war, als die der Nichttrinker.

Grundschüler und das Trinkverhalten

Im vierten Test wurde das Trinkverhalten von 460 Grundschülern beobachtet und analysiert. Dabei erfolgte auch eine Beeinflussung des Trinkverhaltens durch zusätzliche zur Verfügung stehende Getränke.

So konnte festgestellt werden, dass das zusätzliche Trinken die Leistungsfähigkeit gesteigert hat. Dies konnte sowohl anhand der Noten aber auch anhand des eigenen Empfindens gefolgert werden.

Wurde von den einzelnen Schülern allerdings zu viel Wasser getrunken, so mussten mehrere auf Toilette. Dies minderte die Leistungsfähigkeit der gesamten Klasse, allerdings blieb das Ergebnis noch immer über dem Zustand der Leistung ohne Wasser.

Schlussfolgerung der Studie zum Wasser trinken

Herausgekommen ist die Erkenntnis wie wichtig das kontinuierliche Trinken für den Alltag und die geistige bzw. körperliche Leistung des einzelnen Menschen ist.

Doch Wasser ist nicht gleich Wasser. Da auch der Gehalt an Mineralien von Quelle zu Quelle schwankt, musste ein Optimum des Mineraliengehaltes festgelegt werden. Herausgekommen ist die Kombination von Calcium und Magnesium im Verhältnis von 2 zu 1. In diesem Zuge entstand auch das Rosbacher Wasser, wie auf der Rosbacher-Seite zu sehen ist.

Wie viel sollte getrunken werden?

Diese Frage ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Das Optimum von 2,3 Litern wurde leider nicht genauer spezifiziert. Schließlich bedeutet diese Menge für ein Kleinkind was anderes als für einen erwachsenen Menschen.

Als Einflussfaktoren gelten hier vor allem das Wetter aber auch die körperliche Größe und Anstrengung. So wird als Richtwert für den Grundzustand, also normale Temperatur und keine körperliche Anstrengung, eine Menge von 35-40 ml pro KG Körpergewicht angegeben. Sobald die Anstrengung oder Temperaturerwärmung als Faktor hinzukommt, steigt der Umsatz auf ca. 50 ml pro KG an.

Am „Stück“ sollten auch nicht mehr als 0,5 Liter getrunken werden, da der Körper mit dieser Menge mehr zu kämpfen hat.

Zudem sollte die gesamte Menge mehr über den Tag verteilt werden und nicht innerhalb möglichst kurzer Zeit getrunken werden.

Was sollte getrunken werden?

Auch ein Getränk ist nicht gleich ein Getränk. Zudem können neben den reinen Durstlöschern auch indirekte zum Einsatz kommen. Dazu gehört wasserhaltiges Obst und Gemüse.

Kaffee sollte im Verhältnis 1:2 zum Wasser getrunken werden. Somit sollten auf 1 Tasse Kaffee 2 Tassen Wasser folgen. Dies liegt vor allem an der hohen Koffeinmenge. Zudem macht der Kaffee lediglich innerhalb der ersten 20-30 Minuten richtig wach. Anschließend lässt die Wirkung immer stärker nach.

Getränke wie Energydrinks oder ACE-Drinks sind zwar ebenfalls wasserhaltig, enthalten allerdings weniger gesunde Mineralien, sondern mehr unnötigen Zucker. Zudem ist die Auswirkung dieser nicht nachgewiesen, obwohl so viel Werbung dafür gemacht wird. Somit sind diese für die eigene Leistungssteigerung nicht geeignet.

Alkohol ist nicht unbedingt der Durstlöscher Nummer 1. Wer also seinen täglichen Wasserkonsum konstant halten will, sollte den Alkohol nicht mit in die Berechnung einfließen lassen.