Lerntechniken sind ideal fürs Lernen von Geschichtsdaten und Geschichtsereignissen. Das liegt vor allem an der klaren, chronologischen Strukturierung der Geschichtsdaten. Wir haben also jede Menge Ereignisse, welche gemerkt werden wollen.

In diesem Artikel gehe ich darauf ein, wie man mit Hilfe von Merktechniken Geschichte optimal lernen kann.

Vorbereitung zum Lernen von Geschichte und Geschichtsdaten

Auch wenn die Geschichte chronologisch geordnet ist, gilt es sich für das Lernen vorzubereiten. Dazu gehört vor allem

  • Motivation wecken und Notwendigkeit erkennen
  • relevante Daten sammeln
  • Häppchenaufteilung

Motivation wecken und Notwendigkeit erkennen

Das ist der wichtigste Schritt, den es zu befolgen gilt. Ohne Motivation erscheint der Lernstoff noch langweiliger und das Lernen schreitet nur langsam voran. In einem vorhergehenden Artikel habe ich bereits beschrieben wie man sich zum Lernen motivieren kann.

Mein Interesse für Geschichte entstand über die Erkenntnis, dass ich dieses Wissen im Alltag gut einsetzen kann. Vor allem für die Verfolgung von politischen Entwicklungen ist es interessant. Noten wären sicherlich für den einen oder anderen auch eine sehr gute Motivation. Schließlich hängt von diesen zu einem Teil der eigene Fortschritt ab.
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Relevante Daten sammeln

Die Menge an Geschichtsdaten, die man lernen kann, ist riesig. Daher gilt es den relevanten Lernstoff erstmal einzuschränken. Auch hier hilft es bereits in Standardwerke hinein zu schauen, da diese meistens thematisch sortiert sind.

Dies dient vor allem dem Überblick und dem Gefühl der Machbarkeit. Schließlich will man irgendwann am Ende ankommen.

Häppchenaufteilung

Sobald man alle relevanten Geschichtsdaten gesammelt hat, gilt es diese in gerechte „Portionen“ zu zerlegen. Dabei sollten diese nicht zu groß gewählt werden.

Die Häppchen haben den Vorteil, dass kleine Erfolgserlebnisse bereits zum Anfang auftreten. Das steigert die eigene Motivation weiter nach oben, so dass das Lernen weiterer Geschichtsdaten leichter voran geht.

Lerntechniken im Einsatz

Nach der gründlichen Vorbereitung des Lernstoffes geht es an das Lernen. Dabei gibt es unterschiedliche Wege, um sich das Geschichtswissen anzueignen. Ich habe mit dem schwierigsten Weg angefangen. Mit schwierig ist gemeint, dass es etwas mehr Kreativität erfordert und man ein etwas unsicheres Gefühl bei der Erinnerung an das Gelernte hat. Die schwierigste Methodenkombination benötigt allerdings die geringste Vorbereitung was Lerntechniken angeht.

  • Geschichtenmethode mit Loci-Methode
  • Mastersystem, Loci-Methode, Geschichtenmethode
  • Mastersystem, Jahrhunderteeinteilung, Loci-Methode, Geschichtenmethode
  • Mastersystem, Schlüsselwortmethode, Jahrhunderteeinteilung, Loci-Methode, Geschichtenmethode

Die optimalste Lernmethodenkombination ist natürlich die zuletzt erwähnte. Ich gehe mal auf die einzelnen Kombinationen direkt ein.

Geschichtenmethode mit Loci-Methode

Hierbei geht es darum sich das Ereignis in eine lustige Geschichte zu verpacken (was für eine Ironie 😀 ) und diese an einzelnen Routenpunkten abzulegen. Routenpunkte findet man überall, so dass dieser Schritt nicht schwer sein sollte. Schwierig wird es mit den einzelnen Daten, da diese ohne ein Mastersystem abstrakte Zahlen darstellen. Hier hilft evtl. ein Zahl-Reim-System oder eine Zahl-Form-Methode.

Auf das genaue Vorgehen bin ich bereits in mehreren Artikeln eingegangen. Unter anderem finden sich die Beispiele bei den Grundlagen der Lerntechniken.

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Mastersystem, Loci-Methode, Geschichtenmethode

Hier wird es bereits etwas leichter, da die einzelnen Daten bereits in Bilder umgewandelt werden können. Das Lernen fällt leichter. Wenn vor allem die Bilder für die Zahlen mit dem Ereignis in einen kleinen Film gepackt und anschließend an einem Routenpunkt „festgebunden“ werden, so bleibt das Gelernte eher haften und kann besser abgerufen werden.

Allerdings besteht eine Schwierigkeit, wenn man mehrere Daten aus einem Jahrhundert lernen muss. Wer will schon 100 mal eine Taube (19) für das 19. Jahrhundert benutzen. Noch interessanter wird es, wenn mehrere Jahrhunderte mit vielen Geschichtsdaten dazu kommen.

Mastersystem, Jahrhunderteeinteilung, Loci-Methode, Geschichtenmethode

Eine Jahrhunderteeinteilung kann eine sehr gute Abhilfe schaffen. Diese Einteilung kann auf unterschiedlichen Wegen realisiert werden. So eignet sich zum Beispiel eine Unterteilung nach 20 verschiedenen Orten. Das eigene Haus kann zum Beispiel die 01 für das erste Jahrhundert sein. Dies entspricht mehr einer verschachtelten Loci-Methode.

Eine Herausforderung stellen vor allem lange Ereignisse dar. Hier hilft die Schlüsselwortmethode.

Mastersystem, Schlüsselwortmethode, Jahrhunderteeinteilung, Loci-Methode, Geschichtenmethode

Mit Hilfe der Schlüsselwortmethode wird ein Wort, welches das Ereignis repräsentiert, heraus gepickt und mit anderen Methoden kombiniert. Auch wenn diese Kombination eine größere Vorbereitung benötigt – da vor allem einzelne Methoden Vorbereitung benötigen -, so verspricht sie größere Erfolge.

Fazit

Mit den Lernmethoden werden zwar einzelne wichtige Geschichtsdaten memoriert, aber die essentielle Aufgabe bleibt dennoch bestehen: Die Geschichtsereignisse untereinander kombinieren um genau zu verstehen was vorgefallen ist. Dies dürfte mit dem gelernten Wissen um einiges leichter fallen.

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Ich werde hier sicherlich noch ein genaueres Beispiel bringen, so dass jeder die Lerntechniken im Einsatz erlebt.