Kennst du das?

Du hockst vor den Lernunterlagen und willst lernen. Aber du bist einfach nur müde. Abgelenkt. Keine Konzentration.

Nun, du kannst hoffen und warten, dass die Konzentration von alleine steigt ODER du nimmst es selbst in die Hand und probierst selbst die Konzentration zu steigern.

Heute zeige ich dir 12 Wege, mit denen du deine Konzentration steigern kannst. Auf eine natürliche Art und Weise.

Sprechen wir über die selbe Konzentration?

Lass uns beide vorher klären was Konzentration ist. Damit wir beide über das Gleiche sprechen.

Für mich ist Konzentration die Fähigkeit der Fokussierung auf die Sache, die ich gerade tue. Beim Lesen auf den Text. Beim Lernen auf den Inhalt.

Dabei gilt: alle Ablenkungen werden ignoriert. Rücken gar nicht in den Vordergrund.

Natürliche Mittel und Wege zur Steigerung der Konzentration – warum eigentlich?


Du kannst natürlich auch mit Tabletten und anderen Mitteln probieren die Konzentration zu steigern. Fakt ist: diese bergen Risiken, die du noch nicht bekannt sind. Daher ist der Griff zu diesen Mitteln erst der zweite Weg.

Vorab: Mit dieser Liste erhebe ich keinen Anspruch auf die Vollständigkeit. Und du musst nicht alle nutzen.

Probiere jeden einzelnen Weg nach und nach aus. Nicht alle auf einmal. Wenn es dir hilft: behalte es bei. Wenn nicht, verwerfe es.

1. Trinke dich zur Konzentration

Wenn du bereits Durst hast, dann hast du den Trinkpunkt verpasst. Und zeitgleich hast du den ersten Hebel entdeckt, der dir hilft: trinken!

In der Regel denken die meisten an Kaffee wenn sie die Konzentration steigern wollen. Koffein soll ja wach halten. Dabei gibt es jedoch den Nachteil, dass du es nicht in Unmengen trinken kannst. Es macht nervös. Und hat noch mehr Nachteile, die du nachlesen kannst.

An erster Stelle empfehle ich das einfachste Mittel: Wasser. Nimm ein Glas, fülle es mit Wasser und trinke es aus. Fülle anschließend das Glas erneut und nimm es mit zum Lernplatz. Oder nimm gleich eine Flasche mit.

Wasser schmeckt dir nicht? Probiere es mit Geschmack anzureichern. Leg eine Scheibe Zitrone rein. Oder Orange. Oder welches Obst dir schmeckt.

Wenn Wasser nicht deins ist, dann mach dir einen Tee. Ohne Zucker, nur puren Tee.

Meine Empfehlung: Mati- oder Pfefferminztee. Manchmal überkommt mich die Lust auf Fenchel oder Salbeitee. Entscheide dich für die Sorte, die dir schmeckt und dir gut tut.

Wenn du länger wach bleiben willst, trink einen grünen oder schwarzen Tee. Wenn dir beide Sorten zu herb schmecken, dann probiere es mit einem Schuss Milch.
Warnung: Trinke diese zwei Teesorten nicht(!) wenn du in den nächsten 2 Stunden schlafen gehen willst. Beide Sorten enthalten Koffein und halten dich wach.

Unter dem Strich: Wenn du auf das Trinken achtest, wirst du schon mal deine Konzentration steigern. Hol dir in weiser Voraussicht eine Teekanne, damit du dir gleich einen guten Liter Tee deiner Wahl machen kannst. Und nimm auch 2 Wasserflaschen mit. So hast du beides da.

2. Ändere deine Haltung und push dich selbst

Verändere die Position. Nicht die geistige Haltung, die körperliche. Sitzt du hauptsächlich? Dann probiere das Lernen oder Arbeiten im Stehen.

Das Sitzen hat den Nachteil, dass der Muskeltonus nachlässt. Du sitzt dann wie ein Kartofelsack. Fühlst dich schlapp.

Probiere es mal im Stehen. Gerade das Lesen funktioniert ganz gut wenn du stehst. Und das (Nach)Denken funktioniert ebenfalls im Stehen.

3. Ändere den Raum

Wie wäre es mit etwas Raum-Abwechslung? Geh in eine andere Umgebung, achte jedoch darauf, dass nicht zu viele Ablenkungen vorhanden sind.

Meide Orte mit einer Geräuschkulisse. Radio, Gespräche – alles Ablenkung.

Falls du die Wahl hast, dann achte auch auf die Raumfarbe. In Räumen mit rotem, grünem und gelbem Wandfarbton steigt unsere Konzentration. Blau fördert die Kreativität und wirkt beruhigend.

Tipp zum Arbeitsort: Suche dir eine ruhige Ecke um konzentrierter arbeiten zu können.

4. Ernährung

Ernährung beeinflusst die Konzentration mehr als die Mehrheit glaubt. Alleine das „Schwere“-Gefühl, welches nach einer zu starken Mahlzeit eintritt, ist dir sicherlich bekannt. Daher empfehle ich stets mit Bedacht seine Nahrung zu wählen. Frühstücken sollte man in einer ausreichenden Menge, so dass man morgens konzentriert den ersten Aufgaben nachgehen kann. Zu der Mittagszeit empfehle ich eine leichte Kost. Dazu gehört Obst und Gemüse, aber auch Reis. Hauptsache du stopfst dich nicht zu voll damit. Die Ausgewogenheit bei der Ernährung ist natürlich auch für die geistige Leistung wichtig, denn das Gehirn ist unser größter Energiefresser.

Tipp zur Ernährung: Mittags vor wichtigen Tätigkeiten, die eine hohe Konzentration erfordern, am besten leichte Kost zu sich nehmen.

5. Licht

Helles Licht steigert unsere Leistungsfähigkeit. Das liegt daran, dass unser Körper die Körperchemie an die Lichtverhältnisse anpasst. Ist es zu dunkel, bereitet sich der Körper auf den Schlaf vor. Daher achte stets darauf in einem gut beleuchteten Raum zu sitzen um konzentrierter Arbeiten zu können. Tagsüber kannst du dafür das natürliche Tageslicht nutzen (Arbeitstisch an das Fenster ranstellen), abends kann auch das Licht im Arbeitsraum angemacht werden.

Tipp zum Licht: Achte auf gute Lichtverhältnisse. Ausreichend Licht sorgt für konzentriertes Arbeiten.

6. Sport

Durch Sport wird man ausgegliechener. Beim Lernen gehen wir einer Sitztätigkeit nach. Das hat einen Nachteil. Durch die mangelnde Bewegung werden wir gereizter und somit unkonzentrierter. Um einen Ausgleich zu schaffen, empfiehlt es sich irgendeiner Bewegungsart nachzugehen. Laufen ist z.B. die einfachste ausführbare Sportart. Und wenn diese direkt morgens ausgeführt wird, dann geht man auch konzentrierter in den Tag hinein. Durch die Ausschüttung der Glückshormone startet der Tag noch besser.

Tipp zum Sport: Integriere Sport in deinen Alltag. Es muss nicht viel sein – Regelmäßigkeit ist das Stichwort.

7. Schlaf

Wer nicht ausreichend schläft, kann sich tagsüber schlecht konzentrieren. Wieviel Schlaf als „ausreichend“ bezeichnet werden kann, ist unterschiedlich. Kinder brauchen in der Regel mehr Schlaf als Erwachsene. Der Schlaf kann durch den regelmäßigen Sport unterstützt werden. Ich habe für mich selbst festgestellt, dass durch den Sport die Schlafenszeit reduziert wurde und ich selbst fester schlafe.

Tipp zum Schlaf: Achte auf deine Schlafmenge. Diese beeinflusst deine Konzentration tagsüber.

8. Balance

Wir brauchen einen Ausgleich unserer Aktivitäten in den unterschiedlichen Lebensbereichen. Dazu gehören der Beruf, der Geist, der Körper und der soziale Bereich. Wer zu viel Energie in einen der Bereiche steckt, kann leicht vom Burnout erwischt werden. Gerade das passiert im beruflichen Bereich. Überlegt also, wie ihr eure Zeit einteilt und euch den anderen Bereichen widmet.

Tipp zur Balance: Erstelle eine Liste deiner Aktivitäten und ordne diese den unterschiedlichen Bereichen zu. Prüfe, ob du auch ausreichend Zeit für die unterschiedlichen Bereiche investiert.

9. Pausen

Wir können nicht den ganzen Tag die gleiche Leistung abliefern. Schon gar nicht auf dem gleichen Konzentrationslevel. Daher achte auf regelmäßige Pausen. Ich nutze z.B. die Pomodoro-Technik um eine Zeitspanne lang an einer Aufgabe zu arbeiten und mir anschließend eine kurze Pause zu gönnen. Auch ein kurzer Minischlaf von 10 Minuten während der Mittagszeit wirkt wunder. Probier es mal aus.

Tipp zu Pausen: Bau bewusst Pausen in deinen Alltag ein um auch etwas zu verschnaufen.

10. Rituale

Etwas regelmäßig Gemachtes schafft vertrauen. Nutze das auch für deine Konzentration. Du kannst z.B. vor dem Lernen deine Utensilien auf den Tisch auspacken und dir die Trinkmenge an den Arbeitsplatz hinstellen. Nach dem Lernen räumst du die nicht benötigten Utensilien wieder weg. Auf diese Art und Weise schließt du geistig die Aufgabe ab. Das schafft vertrauen und fördert die Konzentration beim Lernen selbst.

Tipp zu Ritualen: Schafft euch unterschiedliche Rituale.

11. Interesse

Begeistere dich für das, was du tust. Je höher das Interesse ist, umso konzentrierter bist du auch bei der Aufgabe. Das kennt man ja vom Lesen interessanter Bücher. Wenn es spannend ist, dann kann man auch beim größten Lärm konzentriert lesen.

Tipp zum Interesse: Begeistere dich für die Aufgabe, der du nachgehst.

12. Erfolg beginnt im Kopf

Beeinflusse dich selbst mental. Stelle dir vor wie du konzentriert an der nächsten Aufgabe arbeitest. Du kannst auch eine Affirmation nutzen, indem du dir selbst geistig vorsprichst, dass du konzentriert arbeitest.

Tipp zum Kopferfolg: Visualisiere deine Aufgabe und stell dir vor wie du konzentriert an diese herangehst.

13. Konzentrationsübungen

Selbstverständlich gibt es auch jede Menge unterschiedlicher Übungen für die Steigerung der Konzentration. Dazu gehört z.B. das Zählen von einem bestimmten Buchstaben in einem Text. Oder die Visualisierung einer weißen Tafel und der Konzentration nur auf diese Vorstellung für z.B. 10 Minuten. Hierzu werde ich später nochmal einen Artikel verfassen.

Fazit zu den natürlichen Mitteln zur Konzentrationssteigerung

Ich habe hier ein paar Elemente und meine ersten Gedanken dazu zusammen gefasst. Es gibt viele Hebel, an denen angesetzt werden kann. Aber aufgepasst: wer zu viel macht, macht nichts! Daher gehe lieber nach der Salami-Taktik vor. Probiere einen Heble nach dem anderen aus und schaue, welche Wirkung sich bei dir einstellt.

Und worauf achtest du besonders, um dich besser zu konzentrieren?