Routen sind eines der wichtigsten Elemente beim Lernen. Die Routenmethode habe ich in einem früheren Beitrag beschrieben und erklärt, warum diese so entscheidend ist. Das Projekt Haus diente der Erstellung einiger solcher Routenpunkte. Heute gibt es einen Rückblick auf das Projekt Haus. Und nicht nur das. Ich habe ja bereits geschrieben, dass ich mir einige Routenpunkte aufgebaut habe. Gestern habe ich das Ganze nochmal rekapituliert und gebe daher heute einen Ausblick auf das, was im Bereich Routenpunkte folgen wird.

Projekt Haus Rückblick

Das Projekt Haus entstand in Verbindung mit dem Projekt Deutschland. Mit Hilfe der Routenmethode und der entstandenen Routenpunkte habe ich aufgezeigt, wie man zum Beispiel die Bundesländer Deutschlands mit den dazu gehörigen Hauptstädten lernen oder sich die 15 längsten Flüsse Deutschlands einprägen kann.

Insgesamt entstanden bei dem Projekt Haus drei Räume, somit also drei Routen. Das Badezimmer mit 16 Routenpunkten. Das Wohnzimmer mit 35 Punkten. Und die Küche mit 21 Punkten. Eine gute Summe von 72 Punkten also. Ziel waren hier 100 Punkte. Dafür könnte ich noch ein Kinderzimmer und ein Schlafzimmer nutzen. Da ich jedoch die passenden Bilder gefunden habe (und die eigenen vier Wände dafür nicht nutzen möchte), bleibt es bei den 72 Punkten.

Dass diese Menge jedoch viel zu wenig ist, liegt auf der Hand. Beim regelmäßigen Nutzen der Routen ist es wichtig, unterschiedliche Routen zu nutzen. Durch eine zu schnelle Überlagerung der gleichen Route mit unterschiedlichem Wissen entstehen mehr Fehler. Die vorherigen Bilder sind also noch nicht gelöscht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es zwischen 5-7 Tagen dauert, bis eine Route vollständig leer ist. Wie viele Routenpunkte eignen sich also?

Notwendige Anzahl der Routenpunkte

Pauschal kann diese Frage nicht beantwortet werden. Außer mit „je mehr, desto besser“. Die Herausforderung bei zu vielen Routen besteht in der konsequenten Nutzung dieser. Wenn man zu viele Routen aufbaut und diese nicht nutzt, können diese in Vergessenheit geraten. Daher denke ich mal, dass ungefähr 5.000 Routenpunkte vollkommen ausreichend sind. Bis der letzte Punkt belegt ist, wird der erste mit Sicherheit schon frei sein 🙂 Doch woher so viele Punkte nehmen?

Routenaufbau Ideen

Die Welt ist groß! Riesig!! Daher gibt es auch Millionen von Punkten, die für Routen herhalten können. Die besten Routen sind die, die man aus der eigenen Umgebung kennt. Der eigene Körper, die eigene Wohnung, die Wohnungen der Freunde, der Arbeitsplatz, der Weg zur Arbeit, usw.

Zusätzlich können auch viele weitere Orte für Routenerstellungen genutzt werden. Die Stadt, Cafés, Kino, Stadtläden, Sehenswürdigkeiten wie Schlösser, unterschiedliche Berufe (Bäcker) usw.

Das sind hauptsächlich Orte, wo man anwesend sein muss. Man kann aber auch imaginär solche Routen aufbauen. Gedächtnispalast ist hierbei ein Stichwort. Dabei wird ein Palast mit selbst vorgestellten Räumen und Gegenständen nach und nach aufgebaut. Und in jedem Raum speichert man das Wissen ab, welches langfristig behalten werden soll. Eine weitere, imaginäre Alternative sind…

Computerspiele als Routen

Ja genau! Computerspiele. Diese verfügen über unglaublich viele Routen und Routenpunkte. Und davon gibt es massig viele. Zugegeben: die Zeit, in der ich am Computer gespielt habe, ist schon lange vorbei. Jedoch kann ich mich noch heute an einige Spiele und deren Räume erinnern, ohne mir diese bewusst als Routenpunkte eingeprägt zu haben.

Allerdings eignen sich nicht alle Spiele für die Erstellung von Routen. Gerade ältere Spiele verfügen über eine detaillose Darstellung der einzelnen Elemente. Auch Strategiespiele sind eher wenig geeignet, da dort kaum Unterscheidungsmerkmale vorhanden sind.

Ausblick Routenaufbau auf Lernen-Merken-Erinnern.de

5.000 Routenpunkte. Das klingt nach viel. Gerade wenn ich bedenke, wie viel Zeit damals die Erstellung der 72 Routenpunkte in Anspruch genommen hat. Diesmal werde ich jedoch so vorgehen, dass ich mit den unterschiedlichen Spielen beginne und diese nach und nach für den Routenaufbau nutze. Und beginnen werde ich mit Sims!!

Die neusten Sims-Versionen verfügen über unterschiedliche Objekte, die detailreich dargestellt sind. Und da dieses Spiel in meinem Umkreis noch gespielt wird, werde ich die Gelegenheit nutzen und damit Routenpunkte erstellen.

Zwischendurch (evtl. auch im Anschluss, wird sich zeigen) greife ich auch die unterschiedlichsten handwerklichen Berufe auf und baue diese mit den dort typischen Gegenständen zu Routen um. Weitere „offline“-Routen folgen sicherlich auch. Schließlich soll auch die Kamera, die zu Hause rumliegt, zum Einsatz kommen 🙂

Fazit

5.000 Routenpunkte. Ein gewaltiges Projekt. Daher denke ich, dass bis zur vollständigen Veröffentlichung auch jede Menge Zeit vergehen wird.

Damit die Routen nicht durcheinander geraten, ist natürlich ein System notwendig. Dieses werde ich mit MindMaps realisieren. Wie genau das aussehen wird, sieht man dann bei einem der nächsten Beiträge.

Zudem richte ich noch eine Kategorie ein, in der die Routen verlinkt werden. Freut euch mit mir auf das, was folgt 😉