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Vokabeln richtig leicht lernen – Tipps und Tricks

14 Feb Geschrieben von | 9 Kommentare

Vokabeln richtig leicht lernen: eine mutige Aussage. Und da gibt es Tipps und Tricks? Welche Tipps soll es da geben, ausser sich hinsetzen und durchhalten? Wir haben schließlich bisher die Erfahrung gemacht, dass die Worte Vokabeln richtig leicht lernen einfach nicht zusammen passen. Dabei sind die Vokabeln das Steckenpferd, wenn es darum geht eine neue Sprache zu erwerben. So ist zumindest die weit verbreitete Meinung. Aber auch Fachwörter stellen für viele Vokabeln dar, und diese wollen ebenfalls gelernt werden.

“Ich bin nicht sprachlich begabt” oder “Ich kann einfach nicht auswendig lernen” sind nur einige der Sätze, die genannt werden sobald es einem nicht gelingt Vokabeln zu lernen. Das Problem ist, dass viele lediglich das schulische Vokabeln lernen kennen: Lesen, versuchen zu merken, wiederholen. Und das in einer Dauerschleife. Auf Dauer ist diese Art zu lernen weder leicht, noch richtig.

Es geht aber auch anders. Es geht leichter. Es geht richtig leicht! Aber wie? Dazu hier die Tipps und Tricks.

Vokabeln richtig leicht lernen – da gibt es Tipps?

Es gibt sogar mehr als Tipps. Es gibt eine Methode! Und diese nennt sich die Schlüsselwort-Methode. Was ist das besondere an dieser Methode? Nichts anderes, als dass euch das lästige Lernen auf die schulische Art und Weise erspart wird. Das Lernen erfolgt gehirngerecht: mit Spaß und richtig leicht!

Die Schlüsselwort-Methode besteht lediglich aus 2 Schritten. Schritte, die das Vokabeln lernen richtig erleichtern:

  1. Die Vokabel werden in bekannte, ähnlich klingende Worte “verwandelt”
  2. Die Bedeutung der Vokabel und das ähnlich klingende Wort werden zu einem Bild oder einer Geschichte zusammen gesetzt

Im Grunde genommen ist es wie beim Merken von Namen. Gehen wir doch mal die Schritte nacheinander durch und schauen uns an inwiefern dadurch Vokabeln richtig leicht zu lernen sind.

Vokabeln richtig leicht mit einem ähnlichen Wort lernen – Tipps

Die Vokabeln oder Fachwörter werden in ein Wort aus der eigenen Muttersprache umgewandelt. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit diese in ein anderes Wort, welches einem eher zusagt, umzuwandeln. Dabei können die Vokabeln nach ihrem

  • Klangbild
  • Schriftbild

umgewandelt werden. Der erste Schritt um die Vokabeln richtig leicht zu lernen!

Beispiel: Die erste italienische Vokabel in meinem Wörterbuch ist abate und bedeutet Abt. Woran denkt ihr bei abate? Mir fällt dazu direkt das wort Rabatte ein. Und das nehme ich auch direkt. Das war der erste Schritt auf dem Weg zum richtig leichtem Lernen von Vokabeln.

Ich nehme noch ein paar Vokabeln um das zu verdeutlichen:

  • abate (Abt) = Rabatte
  • Unter dem Buchstaben f finde ich fabbisogno (Bedarf) = Sieht für mich nach fabel(hafter) Sonne aus. Caprisonne (das Getränk) ist das zweite Wort, was mir direkt dazu eingefallen ist. Farbige Sonne würde es auch noch machen.
  • Das erste Wort unter p ist pacato (ruhig, gelassen) = “Pack Auto” ist das erste, was mir dazu einfällt. Wenn man aus der Musikszene kommt, dann dürfte hier das Wort Stakkato direkt in den Sinn kommen.

Richtig leicht die Bedeutung und das entstandene Bild zusammen setzen

Nachdem wir zu einer Vokabel etwas gefunden haben (und es gibt immer etwas!), setzen wir es mit der Bedeutung der Vokabel zusammen.

Abt + Rabatte führt zu einer kleinen, sich leicht zu merkenden Geschichte: Der geizige Abt versucht immer wieder Rabatte auszuschlagen. Selbst bei Praktika versucht er 20% auf Tiernahrung zu bekommen. Wichtig ist, dass ihr euch hier mental das Bild des Abtes vorstellt, wie er versucht einen Rabatt zu bekommen oder wie er auf Rabatte reagiert.

Da mir beim Wort fabbisogno gleichzeitig mehrere Sachen eingefallen sind, kann ich diese teilweise kombinieren. Das macht mir das Lernen der Vokabel richtig leicht. Über mir befindet sich eine fabelhafte, farbige Sonne (alle Regenbogenfarben sind da). Da steigt mein Bedarf nach der Caprisonne.

Ruhig/gelassen + “Pack Auto” führen ebenfalls zu einer leicht zu merkenden Geschichte bzw. leicht vorstellbarem Bild. Ich packe ganz ruhig und gelassen das Auto. Dabei fühle ich mich auch total entspannt.

Wichtig ist hierbei die mentale Vorstellung. Ihr müsst die Geschichte vor eurem inneren Auge abspielen lassen. Farben, Gerüche, Emotionen – all das hilft euch beim Merken der Geschichten und damit auch der Vokabeln.

Vokabeln richtig leicht lernen in 3 Schritten

Zusammengefasst solltet ihr folgendermaßen vorgehen:

  1. Schreibt die Vokabeln mit ihrer Bedeutung auf einen Zettel.
  2. Nehmt eine Vokabel und überlegt was euch spontan zu dieser einfällt. Vertraut euch und nehmt ruhig das erste Bild.
  3. Kombiniert die Vokabel mit ihrer Bedeutung zu einem mentalen Bild bzw. Geschichte. Diese soll so lebhaft wie es geht ausgebaut werden!

Die Vokabeln dürften erstmal drin sein. Damit diese aber auch richtig fest verankert sind, darf das Wiederholen nicht vernachlässigt werden.

Tipps zum gesamten Vorgehen beim Lernen von Vokabeln

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass folgende Vorgehensweise optimal ist:

  1. Sorgt dafür, dass ihr die nächsten 45 Minuten, besser 90 Minuten, ungestört seid
  2. Schreibt euch die Vokabeln auf einen Zettel.
  3. Lernt die ersten 20-30 nach dem hier vorgestellten System.
  4. Prüft nach welche Vokabeln sitzen und markiert diejenigen, welche ihr euch noch nicht richtig gemerkt habt (dafür ist ja der Zettel da)
  5. Atmet kurz durch und legt konzentriert mit den nächsten 20-30 Vokabeln los
  6. Nach 3 Runden, also 60-90 Vokabeln, wiederholt ihr nochmal alle Vokabeln. Hier habt ihr die Möglichkeit zu prüfen ob euch die markierten Vokabeln doch noch einfallen.
  7. Legt eine 5 minütige Pause ein.
  8. Startet die zweite Runde und geht die Schritte 1 bis 7 nochmal durch.
  9. Macht eine längere Pause von 5-10 Minuten.
  10. Schreibt euch eine neue Liste mit Vokabeln. Hier können die markierten Vokabeln drauf.

Der letzte Schritt ist optional. Ab dann beginnt das Lernen von Vokabeln wieder bei Schritt 1.

Wars das? Kann ich damit alle Vokabeln richtig leicht lernen?

Um hier eine kleine Ernüchterung einzubringen: nicht alle Vokabeln sind damit lernbar. So würde mir zum Beispiel kaum was zu den chinesischen Schriftbildern einfallen. Beim Klang sieht es allerdings anders aus. Thailändisch wiederum unterscheidet sehr stark nach dem Klang. Je nachdem wie ein Wort(!) ausgesprochen wird, hat es eine andere Bedeutung. Und das obwohl es gleich geschrieben wird!

Euer Tischnachbar wird ebenfalls kaum etwas mit euren Vorstellungen anfangen können. Das liegt daran, dass ihr bisher unterschiedliche Erfahrungen gesammelt habt und euch somit auch unterschiedliche Sachen zum gleichen Wort einfallen. Die Arbeit (falls es als Arbeit bezeichnet werden kann) muss also jeder selbst durchlaufen.

Zusammenfassend gebe ich noch diese Tipps, die euch unterstützen können:

  • Baut Pausen ein, möglichst alle 15 Minuten
  • Wiederholt das Gelernte
  • Die Geschichten bzw. Bilder sollten so einprägsam gewählt werden, dass euch diese problemlos wieder einfallen. Je verrückter und MERK-würdiger, um so besser!
  • Sollte eine Geschichte/Bild nicht sitzen, dann baut dieses stärker aus oder nehmt ein anderes Bild dafür
  • Überlegt euch wo ihr die Vokabel einsetzen könnt
  • Nutzt mal auch die Loci-Methode, denn mit dieser könnt ihr euch sicher sein, dass ihr nichts vergessen werdet
  • Seid motiviert! Baut eine aufgeschlossene Haltung dem Lernen gegenüber, auch wenn ihr bisher eine andere Einstellung hattet. Zum Thema Motivation werde ich noch einen Artikel auf lernen-merken-erinnern.de veröffentlichen
  • Ihr könnt einen Vokabeltrainer, wie zum Beispiel az6-1 oder phase6, zum wiederholen nutzen
  • Habt Spaß dabei! Lasst eurer Fantasie den freien Lauf

Mit diesem Vorgehen dürfte das Lernen von Vokabeln richtig leicht werden. Auch wenn es am Anfang etwas mit den Ideen stockt, gebt nicht auf! Schließlich sind es die ersten Schritte, die ihr mit dieser Methode geht. Und wer hat es als Kind geschafft das Laufen zu lernen ohne jemals hinzufallen?

Über

Sergej Jost setzt sich auf diesem Blog mit Gedächtnistechniken und den Themen Lernen, Merken und Erinnern von Informationen auseinander.

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  1. steffen26-Sep-2011

    die ersten tricks waren sehr hilfreich danke <3

  2. Sergej Jost26-Sep-2011

    Gerne!

  3. Mike27-Sep-2011

    Schöner und hilfreicher Blog. Du hast aber Recht, mit den Einschränkungen dieser Methode. Ich lerne gerade thailändisch. Es gibt einfach zu wenig Entsprechungen in den westlichen Sprachen. Die Betonung ändert die Bedeutung des scheinbar selben Wortes, aber man erkennt den Unterschied auch an der Schreibweise, bis auf ganz wenige Ausnahmen (Konsonantenklasse, langer/kurzer Vokal, mit oder ohne Betonungszeichen). Von mir auch danke :)

  4. Sergej Jost27-Sep-2011

    Au ja, da hast du dir mit thailändisch eine schöne Sprache ausgesucht. Mich hat ebenfalls die unterschiedliche Aussprache eines scheinbar gleichen Wortes und die verschiedenen Bedeutungen verwundert. Ich denke mal, dass ein Aufenthalt in dem Land Wunder bewirken kann. Wie auch bei anderen Sprachen. Aber Respekt vor der Sprache habe ich auf jeden Fall ;-)

    P.S.: Danke für das Kompliment.

  5. nati28-Sep-2011

    du hast mir sehr bei meine pobleme geholfen danke sehr Sergej Jost :D

  6. aljoscha28-Dez-2011

    hallo ich versuche gerade japanisch zu lernen also eigl versuche ich mir eher ganz viele prach aufnahmen rein zu ziehen und irgendwann ist mein kopf voll doch wenn ich das nicht tue kann ich mir das nicht merken aber ich frage mich wie ich diese methode bei der japanischen sprache anwenden soll gibt es nicht noch was anderes

  7. Sergej Jost06-Jan-2012

    Hi Aljoscha,

    hab mich mit der japanischen Sprache noch nicht auseinander gesetzt. Notiert.

  8. Jana07-Jan-2012

    Ich kann die SchlüsselwortMethode nciht so ganz verstehen wir schreiben am 10.1 also am Dien´stag eine Arbeit dazu und ich weiß jetzt nicht so genau wie man die Schlüsselwörter schneller erkennen kann oder überhaupt wie man sie erkennen kann.

    Grüße Jana.

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